Presse

Theaterwoche mit Demenzbetroffenen und Angehörigen

„(...) Demenz-Betroffene wie auch pflegende Angehörige übernahmen in der Ferienwoche den aktiven Part im szenischen Theater, welches das Vergangene, das Jetzt aber auch Gefühle und Emotionen unter dem Thema „Von Hüten und Behütungen“ behandeln sollte. Die Patienten erhielten die Chance zum Ausdruck und zur Verarbeitung ihrer Erfahrungen. Dieser visionäre Umgang mit Demenz stand unter der Leitung von Christine Vogt – Regisseurin für Integratives Theater. Sie ist überzeugt: 'Auf dem Theater ist fast alles möglich. Es kann das Leichte schwer, das Schwere federleicht erscheinen lassen.' (...)“

Alzheimervereinigung  Zürich, 5. 8. 2011


Wir werden gesehen! Performative Aktionen mit den piloti storti

„Wer will nicht gerne fliegen? Auch die 'piloti storti' wollen dies. Die 'schrägen Piloten' sind eine Theaterkompanie aus behinderten und nichtbehinderten Berlinern., die die frühere Theater Thikwa-Regisseurin Christine Vogt um sich versammelt hat.
(…) Flugübungen (…) haben die 'piloti storti' in den letzten Wochen an diversen öffentlichen Orten gezeigt. Sie waren auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz und dem Markt vor dem Rathaus Schöneberg im Einsatz. 'Mit diesen Eingriffen wollten wir sichtbar werden. Behinderte tauchen im städtischen Alltag kaum auf', erklärt Vogt. Ihre Arbeit wurde in das EU Programm zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung aufgenommen und auch von dort finanziert.
(…) Das Theaterspielen fordert sie auch. Und es bringt das mit Behinderungen weniger vertraute Publikum auf den Gedanken, Behinderte nicht mehr aus Verlegenheit in Watte zu packen und weit von sich entfernt zu halten, sonmdern sie als Personen mit Stärken, Schwächen und auch komischen Seiten zu betrachten.
Am Ende der Vorstellung formieren sich die Darsteller zu einer Skulptur aus Menschenleibern. Sie sind nicht nur sichtbar, sondern überaus präsent.“

Neues Deutschland 15.11.10 (Tom Mustroph)  


„Wo diese Helden sind ist Theater! Die Passanten im u-Bahnhof Alexanderplatz bleiben verwundert stehen: Schließlich ist es nicht alltäglich, dass Menschen mit Sturzhelmen oder Eimern auf dem Kopf bäuchlings durch den Untergrund rutschen oder sich laut schreiend mit ausgebreiteten Armen einen Weg durch die Menge bahnen. (…)“

BZ 19.10.10 (Daniel Schalz) 

„Das Konzept geht auf: Einige Kunden bleiben stehen und sehen zu, wie ein Mitglied der Theatergruppe zwischen den Obstständen einen Balletttanz aufführt. Andere Besucher lassen sich von einer Rollstuhlfahrerin die Zukunft vorhersagen.
(…) Eine Passantin betrachtet das Geschehen. Sie habe nur schnell  zum Bäcker gewollt und sie dann mitten in die Performance geraten. 'Wirklich toll' findet sie die Aktion. 'Die Übergänge sind ja fließend', sagt sie. 'Was ist denn schon normal?'“

TAZ Berlin 15.10.10 (Alexandra Rojkov)     


„Kritik an Sozialministerium / Wohlfahrtsverbände halten Armutsprogramm für verfehlt (…) Vertreter der Caritas zeigten sich zudem irritiert darüber, welche Projekte das Haus von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) für eine Förderung vorsieht. Am meisten überzeugte das Ministerium ein Programm der Spastikerhilfe Berlin. Dabei sollen behinderte Menschen über Tanzvorführungen in Fußgängerzonen mit nicht behinderten Menschen ins Gespräch kommen.“

Der Spiegel 2.1.2010
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,669787,00.html


Axels Geburtstag. Verrückungen

„Das rund 70 Minuten lange Stück handelt von einer Geburtstagsfeier in einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderungen und beginnt so wie viele Feste im Leben des Gefeierten. Nur kommen dieses Ml die erwarteten Gäste nicht. Für Enttäuschung bleibt allerdings kaum Zeit, denn das Ordentliche der vertrauten Grundsituation verwandelt sich unter der Regie von Christine Vogt und er Choreografie von Petra Martin durch die Begegnung mit dem  Außerordentlichen. Ein Stück, wie aus dem Leben der Darsteller gegriffen.
(…) Der Vorhang unter der Schirmherrschaft des Tempelhof-Schöneberger Bürgermeisters Ekkehard Band (SPD) fällt an allen drei Tagen um 19 Uhr. (…)“

Berliner Morgenpost 4.11.09 (HDK)


Drei Kurze Spiele über die Liebe

„'Ich liebe Liebe-Stützen …' sagt die Prinzessin. Und dann nimmt sie den Prinzen, der sich auf offener Bühne vor ihr abmüht, doch nicht. (…) Die Szene wechselt. Nun umgarnen, umtänzeln, umgurren mehrere Prinzessinnen einen Prinzen. 'Ich würde euch ja alles nehmen, wär' es denn meiner Mutter recht.
(…) Wunderbares Theater. Gespielt von Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich auch im normalen Leben oft wie tänzelnd fortbewegen oder im Rollstuhl manchmal auch recht einsam thronen.
(…) Niemand wird vorgeführt. Ich staune und bin begeistert wie das hier zusammengeht. Eine klasse Aufführung. (…) Im Publikum lächelnde und manchmal nickende Väter und Mütter behinderter 'Kinder'. Glückwunsch dafür – und dafür! (…)

Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e.V. 19.9.08

Presse
© Julia Sommer